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1/26/2025 0 Comments

Antigua Guatemala

Antigua Guatemala, die alte Hauptstadt des Landes war einst eine reiche vornehme Stadt mit unzähligen Kirchen und Klöstern. Sie wurde schon mehere Male durch Erdbeben zerstört und nach dem verheerenden Erdbeben 1773 wurde die Hauptstadt endgültig an den neuen Standort verschoben. Das hindert Antigua aber nicht, weiterhin die schönste und reichste Stadt des Landes zu sein. Sein Wahrzeichen ist der Arco, der Bogen. Er verband den neuen und alten Teil eines Klosters und ermöglichte den Nonnen, ungesehen von einem zum anderen Teil zu kommen, ohne die Strasse zu betreten, resp. gesehen zu werden. Jairo holt uns zum Stadtrundgang ab und nach einem kurzen Spaziergang über das Kopfsteinpflaster, das noch aus der Zeit der Spanier stammt, kommen wir zum Casa de Jade. Das ist einerseits ein Museum, anderseits ein VErkaufsladen. Christian, einer der Verkäufer, der sehr gut deutsch spricht, erklärt uns die Jadevorkommen Guatemalas. Schon die Mayas erkannten den Wert des grünen Steines, den es in allen Schattierungen gibt.
Das Gold der Mayas war die Jade, darum haben wir von dem Stein auf unserer bisherigen Reise auch schon sehr viel gehört. Totenmasken wurden aus Jade gemacht und weil es ein sehr harter Stein ist, war das Schleifen sehr aufwändig. Vor allem weil alles von Hand gemacht wurde, was heute mit Diamantschleifmaschinen erledigt wird. Typisch ist der grüne Stein Imperial Jade. Erst vor wenigen Jahren wurde Lila Jade erstmals entdeckt.
Weiter geht unserer Tour durch Antigua und wir kommen zum Platz vor dem alten Brunnen. Hier wo noch bis vor einigen Jahren die Frauen mit ihrer Wäsche herkamen, um sie in den steinernen Trögen zu waschen, spielt heute eine Marimbaband.
Die Marimba ist das typische Instrument des Landes. Ein grosses Xylophon aus gartem Holz mit grossen auffälligen Klangkörpern unterhalb der Platten, die zum Klingen mit Hännern angeschlagen werden.
Eine Marimba wird immer von meheren Leuten, meist Männern gespielt. Die Stücke dauern meistens sehr lange. Es sind viele Leute auf dem Platz versammelt, hören den Klängen, es gibt einzelne, die ein paar Tanschritte veruchen. Daneben gibt es Verkaufsstände mit Handarbeiten und Snacks.
Gleich daneben ist die Kirche und das Spital von Hermano Pedro. Er war ein Spanier, in Teneriffa geboren, und kam 1549 nach Guatemala. Nachdem er sein Theologiestudium abbrach, widmete er sich den Armen und Kranken in seiner neuen Heimat. Er gründete Spitäler in denen Arme bis heute für wenig Geld behandelt werden, Schulen für Kinder, ein Heim für Obdachlose und widmete sich Sklaven und Arbeitslosen. 2002 wurde er von Papst Johannes Paul II heilig gesprochen. Er geniesst bis heute grosses Ansehen in ganz Lateinamerika. Sein Grab ist in der San Francisco-Kirche hier in Antigua.
Natürlich gäbe es noch viel zu zeigen und zu erzählen in dieser interessanten Stadt, aber es ist Mittag und die Sonne brennt heiss. Zeit für eine Pause.
Doch vorher sehen wir uns noch auf dem Hauptplatz um. Wir stehen vor der Kathedrale, die einst eine der grössten des Landes war, aber seit dem grossen Erdbeben von 1773 kann nur noch eine Seitenkapelle für Gottesdienste genutzt werden. Das grosse Kirchenschiff ist eingestürzt, die grossen Kuppeln ragen als riesige Löcher über den dicken Säulen. Doch im Moment hat niemand Lust auf eine weitere Besichtigung. Sie wird uns nicht wegrennen, wir haben auch am Nachmittag noch Zeit, falls wir Lust haben. Persönlich war ich vor dem Eintreffen der Gruppe in der Ruine, weil mich der Anblick immer wieder tief beeindruckt.
Jairo hat sich verabschiedet, wir sind jetzt allein unterwegs. Suchen einen Schattenplatz. Eine kleine Gruppe findet ihn im Cafe Condesa, wo ich schon früher die ersten Liquados getrunken habe.
Danach schlendern wir zum Markt, weil ich da noch etwas besorgen muss und ausserdem ist der offizielle Handarbeitermarkt gleich nebenan und da gibt es immer ganz viel zu sehen.
Typisch für Antigua ist auch der grosse Brunnen in der Mitte der Innenhöfe des Marktes. Man findet sie in ähnlicher Form in vielen Hotelhöfen oder Klostern.

Der grosse Busbahnhof ist gleich hinter dem Markt und natürlich müssen wir uns den auch noch ansehen. Allerdings ist zu meiner Entäuschung im Moment nicht viel los hier. Es sind ein paar Busse, die da parkiert sind, ein paar, die eben losfahren, aber es scheint ein ruhiger Sonntagnachmittag zu sein.

Auf dem Rückweg in die Stadt kommen wir zur Merced. Wir waren schon bei der Besichtigung mit Jaiso kurz hier, aber am Morgen lag die Fassade noch im Schatten. Jetzt erstrahlt sie in der Sonne und man kann all die filigranen Verzierungen gut sehen. Ich nenne sie die Zuckertortenkirche. Sie ist Teil einer grossen Klosteranlage, auf deren Besichtigung aber niemand Lust hat.
Vor der Merced treffen wir auf ein Fotoshooting, wie man sie vor allem hier in Antigua oft antrifft. Ein junges Mädchen feiert seinen 15. Geburtstag und trägt ihr wunderschönes Kleid. Ein Fotograf mit professioneller Ausrüstung setzt sie in Szene, lässt sie posieren, knipst von allen Seiten.
Ich komme kurz mit der stolzen Mutter ins Gespräch und frage sie, wann das Fest stattfinden werde und ob sie viele Gäste eingeladen hätte. Ja, gut 200, meint sie und das Fest würde nächstes Wochenende stattfinden. So ist das, wenn man eine Tochter hat. In ganz Lateinamerika wird der 15. Geburtstag gross gefeiert. Es ist für ein Mädchen ein Tag wie der Hochzeitstag, einfach ohne Bräutigam.

Wer nicht mit uns unterwegs war, ging shoppen, ausruhen oder Kaffee trinken.
Ein paar nahmen gar den Aufstieg zum Kreuz auf sich. Oder sie liessen sich von einem Tuctuc hinauf fahren.
Vom Kreuz gibt es eine fantastische Aussicht hinunter auf die Stadt, die sich im Schachbrettmuster vor dem Vulkan Agua ausbreitet.
Nach dem ausführlichen Spaziergang zum Markt ziehe auch ich mich einen Moment zurück. Will im Hotel einen Tisch reservieren, um nicht noch einmal vor vollen Restaurants zu stehen.
Zum Nachtessen sind wir heute also im Hotel, wo jeden Abend auf der grossen Marimba gespielt wird. Ausserdem gibt es jeden Abend eine Show mit den typischen Kleidern, die wohl noch aus der Maya-Zeit stammen. Jedenfalls die Masken scheinen die Jahrhunderte überlebt zu haben.

Es wird ein schöner Abend mit feinem Essen. Wobei zu bemerken ist, dass wir eigentlich überall gut gegessen haben.
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