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12/20/2024 0 Comments

Palenque

Was ich hier in Palenque genau will, war mir nicht ganz klar, ich war ja vor gut einem Jahr schon einmal hier und habe die Maya-Tempel gesehen. Ich bin hergekommen, weil der Ort am Weg lag und weil es die Endstation des TREN MAYA ist. Für den Pool ist es nicht heiss genug und als Ort bietet das Dorf nicht viel. Also erst einmal frühstücken. Danach kläre ich mit Jorge, dem Taxidriver von gestern ab, wie ich morgen von hier weiterkomme. Als das geregelt ist, lasse ich mich zum Eingang der Ausgrabungsstätte fahren. Kann ja nicht schaden, die Anlage noch einmal zu besuchen. Beim zweiten Mal sieht man mehr oder anderes.
PS habe heute das amerikanische Frühstück bestellt.
Bild
Kaum bin ich aus dem Taxi gestiegen, merke ich, dass ich mich hier überhaupt nicht auskenne. Es scheint, dass ich an einem völlig anderen Ort bin. Diese langen offenen Gänge, der grosse Comedor mit den Tischen in der Mitte, kommen mir überhaupt nicht bekannt vor. Das ist kein Wunder, erklärt mir die Händlerin, es ist die einzige, die sich in einer der Nischen eingemietet hat. Der neue Eingangsbereich ist erst seit einer Woche eröffnet.
Vor der Kasse treffe ich auf einen kleinen Infostand. Ein Mann und eine Frau zeigen Amphibien. Es ist ein Projekt, das sich der Aufklärung verschrieben hat. Heute sind sie hier, manchmal gehen sie in Schulklassen und stellen die einheimischen Tiere vor: Schlangen, Frösche, eine Tarantula und es geht eine ganze Weile, bis ich merke, dass der kleine Kerl, der da auf dem Käppi des Mannes hockt, nicht aus Plastk ist. Manchmal verdreht er langsam die Augen. Es ist ein Chamäleon. Nachdem ich einen kleinen Obolus bezahlt habe, darf ich ein Chamäleon halten, ja ich soll es sogar streicheln, um die schuppige Haut zu spüren. Und unverhofft habe ich ein anderes Tier in meiner Handfläche. Ein Skorpion!!!
Falls er stechen würde, erklärt die Frau, wäre das nicht schlimmer als ein Wespenstich. Na dann.
Ich war ganz sicher, dass ich keinen Guia brauche, sondern einfach locker einen Spaziergang auf dem Gelände machen will. Hab auch alle Angebote bei der Kasse abgelehnt. Doch jetzt, als ich aus dem Shuttle aussteige, der ebenfalls neu ist, macht mir einer ein so günstiges Angebot und ausserdem meint er, dass es immer wieder neue Erkenntnisse gäbe, so dass sich die Begleitung eines Guias auf jeden Fall lohne. Melquiades heisst er und ich merke sofort, dass ich die Steine genauer betrachte, wenn mir jemand etwas interessantes dazu erzählt. Auch wenn ich nicht immer alles verstehe. Hier in Palenque sind es die beiden Grabstätten, die man in den Tempeln gefunden hat, die sehr aussergewöhnlich sind. Vor allem das Grab der roten Königin, das 1994 im mittleren Tempel gefunden wurde, ist sensationell. Seit kurzem darf man sogar die Grabkammer besuchen und auch die beiden Räume wo zwei Dienerinnen begraben wurden, die der Königin beim Übergang in die andere Welt helfen mussten.
Bild
Im höchsten Tempel der gleich daneben steht, wurde der eindrückliche Sarkophag des wichtigsten Herrschers von Palenque gefunden. Mit 12 Jahren wurde Pakal von seinem Vater inthronisiert und war wohl der langlebigste Herrscher der Mayawelt als er 683 n.Chr. mit 80 Jahren starb. Bei einem Kunsthandwerker erklärt mir Melquiades die Zeichnungen und Bedeutung der Symbole auf dem steinernen Sarkophag . Vor allem der Deckel ist aufwändig. Der Herrscher liegt auf einem Thron in halb kindlicher Haltung, über ihm ein Baum, der die Verbindung zur Welt der Götter symbolisieren soll und die Kreuzform weist auf die vier Himmelsrichtungen hin.
Es gibt aber noch eine ganz andere Version, lächelt mein Guia und dreht die Zeichnung. Senor von Däniken sieht hier eine Rakete mit der Pakal von dannen flog. Ich muss lachen. Unser Schweizer Forscher hat tatsächlich überall auf der Welt nachhaltige Spuren hinterlassen.
Wir kommen zu einer Ceiba. Das ist der riesige Baum mit den dicken Ästen und den breiten Brettwurzeln. Für die Mayas war er heilig, denn er verband die Unterwelt (Wurzel), die Welt der Lebenden (Stamm) mit der Welt der Götter (Äste). Du kannst ihn umarmen, das gibt Kraft und ein langes Leben… als Nächstes soll ich mich an eine Liane hängen und Jane spielen.
Auf einer kleinen Anhöhe kommen wir zu einem weiteren Tempelkomplex. Kaum erzählt Melquiades vom wichtigen Regengott, dem einer der Tempel gewidmet ist, schon fallen die ersten Tropfen und innert einer Minute sind wir klatschnass. Zwar suchen wir noch Schutz unter Bäumen und grossen Blättern, aber es ist zu spät.
Den grossen Palast, Wohnsitz der Herrscher streifen wir nur noch im Vorbeigehen. Es gibt darin Kammern und sogar Latrinen mit Wasser, denn die Mayas schafften es, den Bach, der über das Gelände läuft zu kanalisieren. Ich habe jetzt allerdings genug von Wasser gehört, an mir ist kein trockener Faden mehr. Als wir beim Eingang sind, tropft es nur noch etwas vom Himmel, aber mich könnte man auswringen. Wir trinken noch einen Kaffee, dann nehme ich den Shuttle und fahre zum Museum, das auf dem Rückweg liegt während Melquiades für heute Feierabend macht.
Im Museum ist der riesige tonnenschwere Sarkophag des Herrschers eindrücklich in einer gläsernen Gruft aufgestellt. Von der Roten Königin sind die verschiedenen Schmuckstücke hier. Gold hatte für die Mayas keine Bedeutung. Für sie waren Steine, allen voran die harte Jade und der schwarze Obsidian die wertvollsten Dinge aus denen Schmuck gemacht wurde.
Zum Nachtessen bin ich wieder trocken, aber ich bleibe der Einfachheit halber im Hotel. Ich bestelle eine Michaelada. Das ist ein Bierdrink. Bier, gemischt mit Zitronensaft, Gewürzen, etwas Tomatensaft, dazu Eis und alles gut rühren. Dazu ein dicker Gewürzrand. Schlecht war es nicht, aber mit Bier hat das nicht mehr viel zu tun. Ausserdem haben mich die vielen Eiswürfel gestört. Interessant ist es trotzdem.
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